Bertrand Stern

Die Würde des Subjekts

Bei all meinem Tun glaube ich an die Würde des Subjekts: Menschen sind also keine Objekte, die man nach Belieben formen kann; sie sind als Subjekte fähig, selbstbestimmt mit ihrem Dasein umzugehen.

Bertrand Stern


http://www.bertrandstern.de/


Sind „Kinder“ wirklich auch Menschen?

– „Kinder“ in der demokratischen Gesellschaft –

Wer diese Frage mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet, muß ebenso eindeutig dafür eintreten, daß junge Menschen, aus der ihnen auferlegten Altersdiskriminierung entlassen, als gleichwertige und würdevolle Lebens­gefährten betrachtet und behandelt werden. Dies bedeutet für die sog. Kinder einerseits den Abschied von einer politisch-juristischen Entrech­tung, den Ausbruch aus einer pädagogischen „Vergewohltätigung“; und andererseits die Chance, daß ihnen selbstverständlich mit dem gebühren­den Respekt vor der Selbstbestimmtheit, Würde und Kompetenz ihrer Person begegnet wird.

Gibt das, was sich in den letzten Jahrzehnten diesbezüglich ereignet hat, Anlaß zur Zuversicht – oder eher zur Trauer? Welche Schlußfolgerungen in der Gegenwart würden neue Horizonte eröffnen: beispielsweise dort, wo es um die staatlich sanktionierte Bevormundung des jungen Men­schen geht, etwa im Zusammenhang mit dem institutionalisierten „Schulanwesenheitszwang“?

Ein Plädoyer für einen längst fälligen, grundlegenden Wandel ist zweifel­los an die Aufwertung der (Rechts-)Position junger Menschen gebunden. Wären „kinderrechtliche“ Positionen und Forderungen in Theorie und Pra­xis daher als ein Rückschritt, ein Irrweg oder als eine Chance zu betrach­ten? Was hat es mit der Vorstellung dieses ebenso individuellen wie ge­sellschaftlichen Prozesses politisch, ökonomisch und praktisch auf sich?

Bertrand Stern
Siegburg, Juli 2014

Vortrag: Freitag, 05.05.2017, 17 Uhr, Hörsaal 00.401 am Wittelsbacher Platz
https://www.facebook.com/events/1877645402475895/


Frei-Sich-Bilden? Aber selbstverständlich!

Um wen geht es eigentlich?

Bildungsfragen werden hierzulande zumeist so angegangen wie Probleme, die zivilisationskonform bloß einer technischen Reform bedürfen: Welch ein folgenschwerer Irrtum! „Bildung“ ist kein bloßes „Gut“, dessen Fehlbarkeit eine verbesserte Beschulung begegnen kann; vielmehr ist Bildung die Konkretion dessen, daß Menschen selbstverständlich frei sich bilden! Ist die Vorstellung der „Landschaften der freien Bildung“, dessen Träger und Präger nicht das verschulte (kindliche) Objekt ist, sondern der freie Mensch, nur eine Utopie? Nein, der radikale und originelle Ansatz eines Ausbruchs aus der Beschulungsideologie eröffnet in Wirklichkeit die Chance auf einen Paradigmenwechsel, wofür eine jede Person sich unmittelbar einsetzen kann. Folglich: was bedeutet und bedingt dieser Ansatz ethisch, politisch, konkret?

Bertrand Stern
Siegburg, März 2015

Samstag, 6.5.2017, 10-17 Uhr, Freiraum Würzburg
Anmeldung erforderlich unter: politisches-labor-anmeldung@web.de
https://www.facebook.com/events/858366034302091/


 

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